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Ottmachau

Bezpłatny fragment - Ottmachau

Aus der Geschichte der Stadt


Objętość:
53 str.
ISBN:
978-83-8189-695-5
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Vorwort

Das Zentrum der Stadt

Die Stadt Ottmachau (in Schlesien) gehörte bis 1810 zum Breslauer Bistum, dessen Bischöfe viele Kunstwerke gestiftet haben, vor allem war der große schlesische Kunstmäzen Bischof Franz Ludwig von Neuburg hier tätig. Es befinden sich viele von ihm gestiftete sakrale Kunstwerke in der Stadt, die große künstlerische Bedeutung haben, wie z. B. die barocke Kirche des hl. Nikolaus und des hl. Franz Xaver, in der sich interessante barocke Deckenmalereien, Skulpturen und Bilder befinden, die von den bekannten schlesischen Künstlern, wie z. B. Michael Willmann oder Karl Dankwart, geschaffen wurden.

Eine besondere Stellung haben auch die weltlichen Kunstwerke, wie das Rathaus mit der schönen Sonnenuhr, das sog. Niederschloss und vor allem das mittelalterliche Schloss, das eine von vielen Residenzen der Breslauer Bischöfe war und in der Neuzeit umgebaut wurde.

Das Zentrum der Stadt

Aus der Geschichte
der Stadt

Das Zentrum der Stadt

Die Stadt Ottmachau war im Verlauf der Geschichte mit dem Breslauer Bistum verbunden und gehӧrte zum kirchlichen Neisser Fürstentum. Über die Anfänge der Stadt wissen wir nicht viel, aber es gibt kirchliche Urkunden, die die Existenz des Ortes im Mittelalter bezeugen, wie z.B. die Schutzurkunde des Papstes Hadrian IV. aus dem Jahre 1155, in der die Kastellanei in Ottmachau erwähnt wird. Andere Urkunden, wie die von Innocent III. aus dem Jahre 1245, bestätigen sie als bischöflichen Besitz. Aus der vom Breslauer Bischof Thomas I. im Jahre 1263 ausgestellten Urkunde erfahren wir, dass die Ottmachauer Kastellanei einen besonderen Charakter hatte. Die Kastellanei wurde auch in einem anderen Dokument erwähnt, das von dem Breslauer Bischof Thomas II. aus dem Jahre 1287 stammte.

Der groβe polnische Historiker Johannes Długosz hat in seiner Chronik aus dem 15. Jhrd. geschrieben, dass die Mongolen während ihres Einfalls in Schlesien im Jahre 1241 hier ein Lager hatten. Der Breslauer Bischof Preczlaus von Pogarell (1342 – 1376) hat im Jahre 1369 die Stadtmauer gestiftet und das Stadtrecht bestätigt. Ottmachau bekam im Jahre 1386 ein Kollegiatstift mit einem Propst, das mit seinen Stiftsgütern vom Papst Urban VI. 1388 bestätigt wurde.

Das Zentrum der Stadt

1428 wurde die Stadt von den Hussiten überfallen und zerstӧrt. Sie kamen 1430 wieder nach Ottmachau und blieben 5 Jahre. Die Hussiten verlieβen erst die Stadt, als sie von dem Breslauer Bistum ein Lösegeld bekamen. Ein drittes Mal eroberten sie die Stadt im Jahre 1443 und blieben ein Jahr. Auf Grund der Zerstörung der Stadt durch die Hussiten wurde 1477 das Kollegiatstift nach Neisse verlegt. In der Neuzeit wurde Ottmachau durch den Handel und das Handwerk bekannt und die Umgebung durch die Landwirtschaft.

Während des Dreiβigjährigen Krieges (1618—1648) wurde die Stadt im Jahre 1646 zerstӧrt und gebrannt. Danach erlebte sie eine Blütezeit dank den Breslauer Bischöfen. Es geschah unter der Regierungszeit von Bischof Franz Ludwig von Neuburg (1683—1732), der zu den größten Kunstmäzenen von Schlesien gehӧrte. Unter anderem hat er die barocke Pfarrkirche, das Niederschloss und den Umbau des Schlosses gestiftet.

Das Zentrum der Stadt

Ein neues Kapitel der Ottmachauer Geschichte begann mit den Schlesischen Kriegen (1740 – 1763). Im Jahre 1741 wurde die Stadt von Preuβen bombardiert und besetzt. Infolge dieser schlesischen Kriege verlor die Habsburger Monarchie fast ganz Schlesien und Ottmachau gelangte, wie auch die anderen schlesischen Städte, unter die preuβische Herrschaft.

Durch das preuβische Gesetz der Säkularisation im Jahre 1810 wurde der ganze Kirchenbesitz inklusive Ottmachau säkularisiert. Herrschaft und Gut von Ottmachau wurden infolge der Säkularisation dem preuβischen Staatsmann, Gelehrten und Mitgründer der Berliner Universität, Wilhelm von Humboldt (1767—1835), im Jahre 1820 als Schenkung für Verdienste verliehen und sie blieben im Besitz der Familie von Humboldt bis 1928. In der zweiten Hälfte des 19. Jhrds. entwickelte sich in der Stadt Industrie.

Der wichtigste Industriebetrieb war die Aktien-Zuckerfabrik, die 1880 als Familienunternehmen gegründet wurde. Sie war die grӧβte in Oberschlesien und wurde 1924 modernisiert. Im Jahre 1928 begann der Bau des Ottmachauer Staubeckens, das zu den wichtigsten Unternehmungen in der Region gehӧrte.

Die Gartenarchitektur des Niederschlosses

Der Bau wurde im Jahre 1933 beendet. In der Zeit des Ersten und des Zweiten Weltkrieges erlebte die Stadt keine groβen Veränderungen (nur 1945 wurden einige Häuser durch Artilleriebeschuss zerstӧrt). Bis 1945 gehӧrte Ottmachau zu Deutschland, danach wurde es polnisch. Seit 1945 wurde die polnische Bevӧlkerung angesiedelt und gleichzeitig begann die sog. Aussiedlung der deutschen Bevӧlkerung. In der Nachkriegszeit entwickelte die Stadt sich weiter. So wurde sie u.a. auch ein touristischer Ort, der in Polen durch das sog. „Blumenfest“ sehr bekannt ist.

Das Schloss
und seine Legende

Das Ottmachauer Schloss

Das Ottmachauer Schloss wurde oft umgebaut, aber seine heutige Gestalt zeigt uns nur fast die Hälfte der ehemaligen historischen Architektur. Der Anfang der Geschichte des Ottmachauer Schlosses ist nicht dokumentarisch belegt. Man vermutet, dass er mit der Geschichte der Gründung des Breslauer Bistums im Jahre 1000 verbunden ist. Es ist historisch bewiesen, dass der Ort zu den ältesten kirchlichen Grundbesitzungen gehörte.

Das wurde in der Schutzurkunde vom Papst Hadrian IV. im Jahre 1155 festgelegt. Auch in einer anderen päpstlichen Bulle aus dem Jahre 1245, die vom Papst Innocent IV. stammte, ist geschrieben, dass sich hier eine bischöfliche Burg nebst Markt und angrenzenden Gütern befand. In einem kirchlichen Dokument aus dem Jahr 1261 wurde erstmals ein Kastellan erwähnt.

Das Ottmachauer Schloss

Das Schloss spielte eine wichtige Rolle für das Breslauer Bistum und dies wurde in kirchlichen Dokumenten aus den Jahren 1263 und 1283 bestätigt. Das Schloss war u.a. eine Residenz der Breslauer Bischӧfe. Deshalb hat der Breslauer Bischof Preczlaus von Pogarell (1342—1376) das Schloss umgebaut und es erhielt damals eine starke Schutz -und Militärfunktion, weil es zur Schatzkammer des Bistums wurde. Während der Hussitenkriege wurde das Schloss ein paar Mal erobert und zerstӧrt. Das Breslauer Bistum musste den Hussiten daraufhin ein Lösegeld zahlen. In den Jahren 1484–1485 wurde das Schloss von dem Bischof Johann IV. Roth umgebaut.

Einen neuen und diesmal grӧβeren Umbau erhielt das Schloss unter der Herrschaft des Breslauer Bischofs Andreas von Jerin (1585—1596). Es entstand eine bischöfliche Residenz, die im Stil der Renaissance erneuert wurde. Leider wurde das Schloss während des Dreiβigjährigen Krieges von der schwedischen Armee im Jahre 1646 erobert und zerstӧrt. Danach wurde es dank den Breslauer Bischӧfen wieder aus den Ruinen aufgebaut. Die Arbeiten um den Aufbau des Schlosses hat der Breslauer Bischof Karl Ferdinand Wasa (1625—1655) begonnen und sie wurden durch den Breslauer Bischof Franz Ludwig von Neuburg (1683—1732) fortgesetzt, der das Schloss durch eine neue Residenz, das sog. Niederschloss mit einem Garten, erweiterte.

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