drukowana A5
11.29
Der Taucher

Bezpłatny fragment - Der Taucher


Objętość:
8 str.
Blok tekstowy:
papier offsetowy 90 g/m2, druk czarno-biały
Format:
145 × 205 mm
Okładka:
miękka
Rodzaj oprawy:
zeszytowa
ISBN:
978-83-288-0848-5

«Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp,

Zu tauchen in diesen Schlund?

Einen goldnen Becher werf ich hinab,

Verschlungen schon hat ihn der schwarze Mund.

Wer mir den Becher kann wieder zeigen,

Er mag ihn behalten, er ist sein eigen.»

Der König sprach es, und wirft von der Höh

Der Klippe, die schroff und steil

Hinaus hängt in die unendliche See,

Den Becher in der Charybde Geheul.

«Wer ist der Beherzte, ich frage wieder,

Zu tauchen in diese Tiefe nieder?»

Und die Ritter, die Knappen um ihn her,

Vernehmens und schweigen still,

Sehen hinab in das wilde Meer,

Und keiner den Becher gewinnen will.

Und der König zum drittenmal wieder fraget:

«Ist keiner, der sich hinunter waget?»

Doch alles noch stumm bleibt wie zuvor,

Und ein Edelknecht, sanft und keck,

Tritt aus der Knappen zagendem Chor,

Und den Gürtel wirft er, den Mantel weg,

Und alle die Männer umher und Frauen

Auf den herrlichen Jüngling verwundert schauen.

Und wie er tritt an des Felsen Hang,

Und blickt in den Schlund hinab,

Die Wasser, die sie hinunter schlang,

Die Charybde jetzt brüllend wiedergab,

Und wie mit des fernen Donners Getose

Entstürzen sie schäumend dem finstern Schoße.

Und es wallet und siedet und brauset und zischt,

Wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt,

Bis zum Himmel spritzet der dampfende Gischt,

Und Flut auf Flut sich ohn Ende drängt,

Und will sich nimmer erschöpfen und leeren,

Als wollte das Meer noch ein Meer gebären.

Doch endlich, da legt sich die wilde Gewalt,

Und schwarz aus dem weißen Schaum

Klafft hinunter ein gähnender Spalt,

Grundlos als gings in den Höllenraum,

Und reißend sieht man die brandenden Wogen

Hinab in den strudelnden Trichter gezogen.

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